Nach 3 Monaten in Japan…

Hallo alle zusammen.

Ich bin jetzt schon seit über drei Monaten in Japan. Insgesamt liebe ich das Land genauso sehr wie am Anfang. Auch Heimweh habe ich überraschenderweise nicht. Aber jetzt, wenn in Deutschland langsam Weihnachtsstimmung aufkommt, vermisse ich diese gemütliche Atmosphäre doch ein wenig… Zwar ist Weihnachten hier, mit Illumination (ganz tollen Beleuchtungen), Kentucky Fried Chicken und Erdbeer-Sahne-Torte auch interessant, aber Schnee, selbstgebackene Plätzchen und ruhige, besinnliche Abende sind hier eher selten. 

Ich habe in dieser Zeit in meinem Traumland schon so viel gesehen und ich entschuldige mich wirklich dafür, dies nicht alles mit euch geteilt zu haben…

Als ich hier ankam, war es viel zu warm, aber dank der luftigen Schuluniform war die Hitze gut auszuhalten. Der Haken an der Uniform ist eher der Winter, denn wirklich geändert haben sich nur die Temperaturen, nicht aber die Bekleidung. Zur Beruhigung: Ich bin bei weitem nicht die einzige, die friert. Ich werde dieses Phänomen nie verstehen, dass Deutsche bei Hitze so gut wie nichts machen (nicht wie in Japan die Räume auf Gefrierfachtemperaturen herunterkühlen) und bei Kälte aber heizen, wobei Japaner wie gesagt, Hitze überhaupt nicht ausstehen können, aber bei 5°C immer noch keine Heizung anschalten… Woran kann das nur liegen?

Der Herbst allerdings, für mich bis dieses Jahr kaum interessant gewesen, wurde hier meine absolute Lieblingsjahreszeit geworden(obwohl ich den Kirschblütenfrühling in Japan ja noch gar nicht miterlebt habe). Die Natur verwandelt sich in eine unfassbar schöne, leuchtende Farbenpracht, an vielen Tagen sind noch bis zu 20°C, also perfekt zum Rausgehen und das Essen wird auch noch leckerer (zur Info: Ich hab in Japan viel weniger Probleme, etwas passendes zu essen für mich zu finden). Die Saison meiner Lieblingsgemüsesorten, Kürbis, Süßkartoffel und Maronen, hat begonnen.

Da ich den Winter leider noch nicht lieben gelernt hab, tue ich mich schwer, den Herbst loszulassen und dieses Wochenende geht es deshalb ein letztes mal zum Kouyou-Schauen (buntes Herbstlaub). Einen großen Vorteil hat der Winter aber gebracht: je kälter es wird, desto klarer und wolkenloser ist der Himmel, das heißt der Fuji (berühmtester Berg Japans) ist jeden Morgen in voller Pracht zu sehen. Ich wohne auch noch in der gleichnamigen Stadt Fuji, von der man natürlich den allerbesten Blick auf den heiligen Berg hat.

Euch allen ein schönes Weihnachtsfest und bis zum nächsten mal!

Eure Jessica

Noch 4 Monate…

Hallo und herzlich willkommen auf meinem Ayusa-Blog!

Ich bin Jessica, 18 Jahre alt und träume seit über vier Jahren davon, einmal nach Japan zu reisen. Diesen Traum erfüllt mir Ayusa Intrax durch ein Austauschjahr 2017/18 in Japan.Unterstützt durch ein Teilstipendium bin ich noch motivierter, dass ich dieses Abenteuer gut bestehen und viele tolle Erfahrungen, wie auch verbesserte Japanischkenntnisse dazugewinnen werde.

Seit der 8. Klasse lerne ich Japanisch, angefangen bei einem Volkshochschulkurs. Seitdem habe ich mich auch über Bücher, Videos und Erfahrungsberichte über Japans Kultur, Mentalität und Etikette informiert.

Wenn du mich auf meinem Abenteuer begleiten möchtest, freut mich das sehr! Ich werde versuchen, dir das Land ein Stückchen näher zu bringen und auch die Erfahrung, ein Austauschschüler zu sein.

Sehr empfehlenswert zu diesem Thema ist auch Monas Buch „Schonungslos Japanisch“ zu ihrem Austauschjahr in Japan!

Bis zum nächsten Mal! mata ne~